Böllerkanone

Eine Schießdisziplin des Wersauer Schützenvereins ist das Schießen mit Schwarzpulverwaffen. Hierbei handelt es sich um Nachbauten von Orginalwaffen um die Jahrhundertwende, mit denen hervorragende Schießergebnisse erzielt werden können. Besonders groß geschrieben ist bei den Vorderladerschützen die Kameradschaft. Neben den Rundenwettkämpfen treffen  sich die Hobbyisten etliche male im Jahr an verschiedenen Orten in der Umgebung und ahmen Mountainmens, Trapper, Indianer und Szenen des Amerikanischen Bürgerkrieges mit Nord- und Südstaatlereinheiten nach. Aus diesem  Kameradschafts- und Schwarzpulverflair heraus kam uns die Idee eine Kanone nach Orginalplänen von 1857 nachzubauen. 

Daten:

Einzelteile:

300 Teile

Gewicht:

300 kg

Kaliber:

100 mm

Höchstladung:

500 g

Arbeitsstunden:

400 Std.

Materialkosten:

DM 6500.-


Die Kanone ist auf einem Deutschen Beschußamt staatlich beschossen und muß alle 5 Jahre wiederholt beschossen werden. Jedes Böllerschießen muß vom Ordnungsamt des zuständigen Landkreises vorher genehmigt werden. Zusätzlich hat die Anmeldung auf dem Ordnungsamt der jeweiligen Gemeinde oder Stadt zu erfolgen. Eine Genehmigung  kann nur erteilt werden, wenn eine gültige Beschußbescheinigung und eine ausreichend Haftpflichtversicherung vorliegen. Die Kanoniere und das Bedienungspersonal müssen im Besitz eines gültigen  Sprengstofferlaubnisscheines sein und diesbe züglich einen Staatlich anerkannten Lehrgang absolviert haben.Während des Böllerschießens sind strikte Sicherheitsregeln einzuhalten:

z.B.: der  Sicherheitsbereich in Schußrichtung beträgt 50 m. Im hinteren Umkreis der Kanone ist ein Sicherheitsabstand von 10 Meter Durchmesser einzuhalten. Der gesamte Bereich ist wenn nötig mit Absperrband zu markieren !